Samstag, 2. Februar 2013

Sakralbauten - Februar


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Über die Themenvorgabe für Februar „Sakralbauten“ habe ich mich sehr gefreut, da in der kleinen Gemeinde, in der ich lebe alle sehr stolz auf Ihre Kirche(n) sind und ich somit einmal einen Teil aus meiner direkten Heimat beitragen kann.

Meine Heimat, das ist die kleine Gemeinde Elbe in Niedersachsen, die sich aus den Ortsteilen Groß Elbe, Klein Elbe und Gustedt zusammensetzt.
Vorstellen möchte ich hier die St. Martinskirche zu Groß Elbe. Dort habe ich als Kind von Pastor Götz Walnüsse geschenkt bekommen, dort wurde ich von Pastor Liersch konfirmiert und dort wurden mein Mann und ich auch von Pastor Liersch getraut. Aus all diesen Gründen, haben dieser Ort und diese Kirche für mich eine ganz besondere Bedeutung.

Geht man auf die Homepage der St. Martinskirche, so wird sie dort als barocke Bauernkirche vorgestellt und ich denke besser kann man sie nicht beschreiben (http://www.kirche-in-elbe.de/kirchen/index.htm).
Die Namensgebung erfolgte aufgrund der Nachweisbarkeit des Ortsheiligen St. Martin.

Als Erbauungsjahr der St. Martinskirche ist das 12. Jahrhundert wahrscheinlich, wobei zuerst lediglich der Turm mit dem östlich anschließenden Kirchenschiff von seinerzeit ca. 8 m Länge erbaut wurde. Damals diente die Kirche nicht nur gottesdienstlichen Zwecken, sondern auch als Bauernburg, in der die Bevölkerung samt Kleinvieh Schutz in Zeiten der Bedrohung fand. Vermutlich während des 30-Jährigen Krieges folgte von 1618-1648 der Anbau der fensterlosen Vorhalle im Süden. Die wehrhafte Außentür verfügte über eine Balkenverriegelung und der Raum diente auch als ,,Leichhaus". Abschließend wurde im Jahre 1698 das Kirchenschiff um weitere 13 Meter in östlicher Richtung verlängert. Etwa im Jahre 1700 erfolgte die Innenausstattung.
Der bis auf den Erdboden reichende Glockenstuhl im Turm trägt zwei Glocken. Die kleinere, gegossen im Jahre 1805, trägt eine sehr originelle Inschrift, welche daran erinnert, dass sich Klein Elbe seinerzeit weigerte, die neue Glocke mit zu finanzieren! Der Wortlaut dieser Inschrift:
"
Hier die Gemeinde machte mich zum Geschenk, doch mit dem bedeuten, dass man mich sollte lediglich für Gross und nicht Klein-Elbe läuten".

Das Taufbecken in der St. Martinskirche findet man in Form eines Taufengels an der Decke. Bei der Taufe eines Kindes ist es zumeist die Aufgabe der Väter  als symbolischer Akt, den Engel Gottes für die Kinder herabzuziehen. Der Engel wurde 1953 auf dem Kirchboden entdeckt und wieder aufgehängt. Seit wann es den Engel in Groß Elbe gibt, weiß man jedoch nicht. Wer sich den wirklich wunderschönen Engel anschauen möchte kann das unter diesem Link tun:
http://www.kirche-in-elbe.de/kirchen/g-elbe/taufengel.htm


Groß Elbe selbst wird erstmals im Jahre 1132 in vorliegenden Geschichtsunterlagen erwähnt. So erinnert auch eine an der Kirche angebrachte Tafel an die im Jahre 1982 groß begangene 850-Jahr-Feier.

 

2 wunderschöne Hochzeitsstühle, die von Ruth Niederkolfer, einer Schülerin des Bildhauers Jakob Oberhollenzer aus dem Ahrntal in Südtirol, 1987 gefertigt wurden und eine Kunstschnitzerei von Adam und Eva im Paradies zeigt, darf Groß Elbe stolz sein Eigen nennen. Auf diesem Link kann man sich die unglaublichen Hochzeitsstühle selbst ansehen:
http://www.kirche-in-elbe.de/kirchen/g-elbe/stuehle-klein.htm
Auf den besagten Hochzeitsstühlen haben bereits viele Hochzeitspaare unserer Gemeinde sich das Jawort gegeben und auch mein Mann und ich gehören dazu.

Kommentare:

Clau Dia hat gesagt…

Wow... da hast du dir aber eine riesen Mühe gegeben, Liebes! den Links folge ich noch einmal in Ruhe und gucke, wo du getauft worden bist und eure Hochzeitsstühle muss ich auch sehen :)

Besonders beeindruckend finde ich den Himmel über dem Kirchlein, was für ein Schauspiel! WOW!

Toll geworden!
ganz liebe Grüße und ein :*
Claudia

Daggi hat gesagt…

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich freue mich, dass Du eine Kirche vorstellst, zu der Du einen ganz persönlichen Bezug hast und diese Hochzeitsstühle sehen wunderschön aus :)